Weiterbildung

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„Theologie lehren lernen“

Am 2. Oktober 2017 beginnt der zehnte Kurs der Hochschuldidaktischen Weiterbildung „Theologie lehren lernen“. Die Weiterbildung wendet sich gezielt an Promovenden und Habilitanden der Katholischen Theologie. Der Kurs findet im Wintersemester 2017/18 im Katholisch-Sozialen Institut in Siegburg statt.
Die Weiterbildung wird seit 1999 in Zusammenarbeit mit dem Katholisch-Theologischen Fakultätentag – ergänzend zu Angeboten der Universitäten etc. – angeboten Sie vermittelt fachbezogen Grundqualifikationen für didaktisches Handeln. Dabei hat sich die Abfolge von Blockseminar – Praktischem Lernen mit Hospitation und Supervision während der Vorlesungszeit – Blockseminar bewährt. Die Weiterbildung nimmt den Zusammenhang von Zielen, Inhalten und Methoden der theologischen Lehre in den Blick und ermöglicht Gespräche über die Grenzen von theologischen Fakultäten und Fächern hinweg. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist auf 15 begrenzt.
Der Kurs wird von Prof. Dr. Sandra Huebenthal (Passau) und JProf. Dr. Bernhard Spielberg (Freiburg) geleitet. Die Weiterbildung ist von der Akkreditierungskommission (AKKO) der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik akkreditiert.
Die Anmeldung ist bis 25. Mai 2017 möglich.

Theologie Lehren lernen – Anmeldung
Flyer – Theologie Lehren lernen 2017-2018


Übersicht


 

Inhaltliche Struktur

Die hochschuldidaktische Weiterbildung ermöglicht Ihnen, grundlegende Kompetenzen für didaktisches Handeln im
Kontext der universitären Theologie zu erwerben. Sie gliedert sich in drei Abschnitte:

  • Im 1. Kursabschnitt,

Werkstattseminar om 28.09. bis 2.10.2015, werden die in der eigenen Lern- und Lehrpraxis gewonnenen Erfahrungen reflektiert. Didaktische Handlungsmuster werden theoretisch erarbeitet und praktisch erprobt.

  • Im 2. Kursabschnitt,

Vorlesungszeit des WS 2015/2016, steht das praktische Lernen  in den je eigenen Lehrveranstaltungen
im Mittelpunkt. Die Anregungen aus dem 1. Abschnitt können hier in konkreten Lehr-Lern-Situationen
praktisch umgesetzt werden. Der individuelle Lernfortschritt wird durch Hospitation und kollegiale Beratung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in regionalen Kleingruppen begleitet und durch Supervision unterstützt.

  • Im 3. Kursabschnitt,

einem zweiten Werkstattseminar vom 29.02. bis 04.03.2016, werden die Erfahrungen des vergangenen Semesters ausgewertet und zentrale didaktische Fragen vertieft. Schwerpunkte liegen auf der Auseinandersetzung mit der persönlichen Rolle als Hochschullehrer/in sowie auf dem selbstorganisierten Lernen der Gruppe.

Fragen der Lehre und ihrer Reform werden unter allgemeinhochschuldidaktischen und theologiedidaktischen Gesichtspunkten auf drei Ebenen behandelt:

  • auf der Mikroebene geht es um die Kommunikation in konkreten Lehrsituationen;
  • auf der Mesoebene steht die Gestaltung von Lernsituationen und Lehrveranstaltungen im Mittelpunkt;
  • auf der Makroebene wird das Curriculum des Studiengangs Katholische Theologie bzw. der Teilstudiengänge im Zusammenhang betrachtet.

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Methodische Gestaltung

Die Arbeit in den Werkstattseminaren geht von den Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus und ist als
aktives Lernen angelegt. Gearbeitet wird u. a. mit Videofeedback, Simulationen, Visualisierungen, Hospitationen und kollegialer Beratung.


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Kompetenzerwerb

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können im Verlauf des Kurses elementare hochschuldidaktische Kompetenzen erwerben. Erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen

  • kennen die Grundlagen didaktischen Denkens und Handelns und können sie am Beispiel eigener Lehrveranstaltungen sichtbar machen;
  • kennen Methoden der Hochschullehre in der Theologie und ihren Disziplinen und können sie in ihren eigenen Veranstaltungen begründet einsetzen;
  • können den Zusammenhang von Zielen, Inhalten und Methoden didaktisch reflektieren;
  • können Gruppenprozesse in theologischen Lernsituationen erkennen und didaktisch reflektieren;
  • können Rahmenbedingungen und Ziele des Theologiestudiums erschließen, reflektieren und für die eigene Lehre fruchtbar machen.

 

Daneben bietet die Fortbildung Raum für den Dialog zwischen den Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Fächern und Hochschulorten sowie zur spirituellen Rekreation.

Die Erfahrungen des Pilotkurses sind im Band, Theologie lehren. Hochschuldidaktik und Reform der Theologie (QD 197), herausgegeben von Monika Scheidler/Bernd Jochen Hilberath/Johannes Wildt, Freiburg-Basel-Wien 2002. dokumentiert. Die einzelnen Beiträge lassen das spezifische Konzept des Kurses sichtbar werden: Im Gespräch mit hochschuldidaktischen Impulsen werden Ansätze einer Reform der Theologie entwickelt, die sowohl forschendes und interdisziplinäres als auch teilnehmer- und prozessorientiertes Lehren und Lernen realisieren.

Wie sich die theologisch-hochschuldidaktische Landschaft weiterentwickelt und verändert, lässt sich gut auch in den Bändern der Reihe »Theologie und Hochschuldidaktik« studieren, die von Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Kurse »Theologie lehren lernen« und anderen Hochschuldidaktikern/innen verfasst wurden. In der Reihe sind bislang erschienen:

  • Monika Scheidler, Oliver Reis (Hg.): Vom Lehren zum Lernen. Didaktische Wende in der Theologie? (Theologie und Hochschuldidaktik Bd. 1). Münster 2008.
  • Patrick Becker (Hg.): Studienreform in der Theologie Eine Bestandsaufnahme (Theologie und Hochschuldidaktik Bd. 2). Münster 2011.
  • Florian Bruckmann, Oliver Reis, Monika Scheidler (Hg.): Kompetenzorientierte Lehre in der Theologie. Reflexion – Konkretion – Perspektiven (Theologie und Hochschuldidaktik Bd. 3). Münster 2011.

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Teilnehmerkreis

Das Angebot richtet sich an Frauen und Männer, die im deutschsprachigen Raum an einem Promotions- oder
Habilitationsprojekt arbeiten. Eingeladen sind nicht nur hauptberuflich an der Universität Tätige, sondern auch Stipendiatinnen/Stipendiaten und zur wissenschaftlichen Qualifikation freigestellte Theologinnen/Theologen. Um ein
intensives Arbeiten zu ermöglichen, soll die Gruppe aus 15 Personen bestehen.


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Erwartungen an die Teilnehmenden

Das Gelingen der Werkstattseminare hängt von der Bereitschaft der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab, ihre Erfahrungen und Vorstellungen im Hinblick auf Lehre und Studium zur Verfügung zu stellen. Vorausgesetzt wird, dass
die Teilnehmenden:

  • sich an allen drei Kursabschnitten aktiv beteiligen,
  • im WS 2015/2016 eine Lehrveranstaltung leiten und bereit sind, sich von anderen Teilnehmenden hospitieren zu lassen,
  • zur Teilnahme an der Gruppen-Supervision bereit sind und
  • im Kursverlauf ein Portfolio zur Reflexion des Lernprozesses erstellen.

Nach Abschluss der Weiterbildung erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat, wenn die im Portfolio nachgewiesene hochschuldidaktische Reflexionskompetenz den Anforderungen der Weiterbildung im Ganzen entspricht.

Der Umfang der zertifizierten Arbeitszeit beträgt insgesamt 360 Stunden (Workload). Davon werden 106 Stunden in den Präsenzphasen der o.g. drei Kursabschnitten erreicht. 254 Stunden sind als Selbststudium für das Portfolio und die Vor-und Nachbereitung der drei Abschnitte erforderlich. Damit wird die Weiterbildung im jeweiligen Halbjahr etwa 20 Prozent der Arbeitskraft erfordern. Deshalb ist die erste Phase der Promotion oder Habilitation ein günstiger Zeitpunkt zur Teilnahme.

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